Eisenpfanne einbrennen in 20 Minuten
Bevor deine neue Eisenpfanne ihre ersten echten Bratspuren bekommt, braucht sie einen kurzen Moment Aufmerksamkeit: das Einbraten. Viele sprechen vom Einbrennen – wir nennen es bewusst Einbraten. Denn bei diesem Prozess wird das Eisen nicht einfach erhitzt, sondern die Oberfläche wird mit Öl und Hitze sanft „eingebraten“.
So entsteht nach und nach eine natürliche Schutzschicht, die Patina. Sie schützt das Eisen vor Rost, sorgt für beste Brateigenschaften und verleiht der Pfanne ihren charakteristischen dunklen Ton.
Einbrennen: Dein Einstieg in die Welt des echten Kochhandwerks
Was du brauchst
- Hoch erhitzbares Öl (z. B. turk Bio-Bratöl)
- Rohe Kartoffeln (ein paar Scheiben reichen völlig)
- 2 Teelöffel Salz
- Waschmittel und heißes Wasser (für die erste Reinigung)
- Spülbürste oder grober Schwamm
- Küchenpapier und Küchentuch
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Erste Reinigung
Lege deine Pfanne in ein warmes Wasserbad und gib etwas Waschmittel hinzu. Du hast richtig gelesen: Waschmittel, kein Spülmittel. Nach etwa 10 Minuten Einweichzeit mit einer Bürste gründlich reinigen, mit heißem Wasser abspülen und sorgfältig abtrocknen.
So entfernst du Produktionsrückstände und bereitest das Eisen optimal vor.

2. Öl erhitzen
Etwas Öl in die Pfanne geben und zunächst auf kleiner Stufe, dann auf mittlerer bis hoher Hitze erwärmen.

3. Kartoffelscheiben hinzufügen
Ein paar rohe Kartoffelscheiben hineinlegen und einen Teelöffel Salz darüberstreuen. Das Öl und das Salz bilden gemeinsam die Basis für die erste schützende Schicht.

4. Goldbraun anbraten
Die Kartoffeln kräftig anbraten, bis sie schön goldbraun sind. Dabei darf das Öl leicht rauchen – genau das zeigt, dass sich die erste feine Patinaschicht bildet.

5. Pfanne entleeren und ausreiben
Kartoffeln entsorgen, dann einen Teelöffel Salz in die noch warme Pfanne geben und mit Küchenpapier gründlich ausreiben. Das entfernt überschüssiges Öl und reinigt gleichzeitig die Oberfläche.

6. Nachpflege
Kurz mit heißem Wasser ausspülen, trockenreiben und die Pfanne dünn mit Öl einreiben. Nun ist sie eingebrannt und bereit für viele Jahre voller Genuss.

Pflege-Tipp
Je öfter du mit deiner Turk Pfanne kochst, desto besser wird sie.
Mit jedem Gebrauch baut sich die Patina weiter auf – ganz ohne Beschichtung, ganz natürlich. Wenn du sie nach dem Kochen einfach auswischst und hin und wieder leicht einölst, bleibt sie dir ein Leben lang erhalten.
Weitere Pflegetipps halten wir für dich in unserem Ratgeber parat:
Eisenpfanne reinigen und pflegen: so einfach geht's
Download-Checkliste
Damit du jeden Schritt beim Einbrennen immer griffbereit hast, haben wir alles noch einmal übersichtlich für dich zusammengestellt:
Häufige Fragen zum Einbrennen
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Welches Öl eignet sich zum Einbrennen einer Eisenpfanne?
Wichtig ist ein hoher Rauchpunkt. Sonnenblumen-, Raps- und Erdnussöl funktionieren alle hervorragend. Finger weg von Olivenöl und Butter – die verbrennen zu früh und hinterlassen bittere Aromen, bevor sich die Patina bilden kann. Kaltgepresste Öle meidest du ebenfalls, ihr Rauchpunkt ist zu niedrig.
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Wirklich Waschmittel und kein Spülmittel – warum?
Das gilt nur für die allererste Reinigung vor dem Einbrennen: Mit etwas Waschmittel im warmen Wasserbad löst du Produktionsrückstände gründlicher, als Spülmittel es könnte. Danach gilt für immer das Gegenteil – nie wieder Spülmittel. Es würde die Patina angreifen, die du dir gerade aufbaust. Später reichen heißes Wasser und eine Bürste.
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Muss es wirklich rauchen?
Ja, ein leichtes Rauchen gehört dazu – aber keine Sorge, deine Küche muss dafür nicht im Qualm stehen. Gemeint ist ein feiner Rauchschleier über der Pfanne, der zeigt, dass das Öl gerade einbrennt und die erste Patinaschicht bildet. Wenn die ganze Küche vernebelt, ist es zu heiß. Fenster auf oder Dunstabzug an reicht völlig.
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Warum ausgerechnet Kartoffeln und Salz?
Die Stärke der rohen Kartoffeln und das Salz arbeiten zusammen: Sie binden letzte Rückstände und helfen dem Öl, sich gleichmäßig als erste Schutzschicht einzubrennen. Das Salz wirkt dabei wie ein mildes, natürliches Schleifmittel. Ein altes Hausmittel – und bis heute das beste.
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Meine Pfanne ist nach dem Einbrennen fleckig oder ungleichmäßig dunkel – ist das ein Fehler?
Überhaupt nicht. Eine frische Patina ist fast nie gleichmäßig – mal heller, mal dunkler, manchmal leicht fleckig. Das ist völlig normal und kein Mangel. Mit jedem weiteren Braten wird die Schicht dunkler, glatter und gleichmäßiger. Eine eingespielte Pfanne ist immer schöner als eine neue.
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Woher kommt die bläulich-lila Verfärbung am Küchentuch beim Ausreiben?
Das sind sogenannte Anlassfarben – ein hauchdünner Oxidfilm, der entsteht, sobald Eisen (wie fast jedes Metall) starker Hitze ausgesetzt wird. Du kennst den Effekt von Messerklingen. Er ist völlig normal und gesundheitlich unbedenklich, kein Mangel und kein „kaputtes" Eisen. Die Patina selbst darf genauso bläulich, bräunlich oder grau schimmern.
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Kann ich auch auf Induktion einbrennen?
Ja. Das klappt auf jedem Herd – Gas, Ceran, Induktion. Wichtig ist nur gute Belüftung wegen des leichten Rauchs. Auf Induktion heizt die Pfanne besonders schnell, geh also etwas vorsichtiger mit der Stufe um.
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Am Anfang löst sich noch nicht alles – ist das normal?
Ja. Direkt nach dem Einbrennen ist die Patina noch jung und dünn; ihre volle Antihaft-Wirkung entwickelt sie erst über die ersten Anwendungen. Brate die ersten Male ruhig etwas fettreicher, heize die Pfanne gut vor, bevor das Essen reinkommt, und gib dem Bratgut Zeit – es löst sich von selbst, sobald sich eine Kruste gebildet hat. Mit jeder Nutzung wird es besser.
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Muss ich die Pfanne vor jedem Braten neu einbrennen?
Nein. Du brennst sie genau einmal ein, vor dem ersten Gebrauch. Danach baut sich die Patina mit jedem Kochen von selbst weiter auf und wird besser. Nur wenn die Schicht mal beschädigt ist oder sich Rost gebildet hat, brennst du die betroffene Stelle einfach neu ein.




